Ein wenig überrascht war ich beim fast letzten Einkauf vor Weihnachten. Vor dem Merkur auf der Landstraßer Hauptstraße standen sie vor dem Eingang und sprachen die Leute an, die den Markt betreten wollten. “Sie”, das waren Jugendliche von der Pfarrjugend der Pfarre Rochus und ihr Anliegen war ebenso ungewöhnlich wie ehrenwert. Es ging darum, Grundnahrungsmittel zu kaufen für Leute, die sie brauchen können. Wenn möglich 1 kg von z. B. Mehl, Zucker, Reis etc. Also bei einem Einkauf von – im Schnitt wohl mindestens 100 Euro (meine Schätzung) – einige Euro für einen guten Zweck abzuzweigen.

Die so gekauften Lebensmittel wurden von den Jugendlichen beim Ausgang entgegengenommen und gesammelt. Eine Aktion, die mir sehr gut gefallen hat, weil sie gerade vor Weihnachten auch wieder so richtig ins Bewußtsein brachte, dass auch der kleinste Beitrag sinnvoll eingesetzt werden kann. Und auch, wie nahe die Armut plötzlich sein kann.

Die gleiche Szene wiederholte sich dann übrigens etwas später vor dem Billa beim Sünnhof.