Nachdem mich die Fügungen des Schicksals für einige gesunde Tage in die Südoststeiermark verschlagen hatten, wurde ich bereits nach kurzer Zeit auf ein bevorstehendes Konzert aufmerksam.

Für den 15.05.2008 wurden Wexx und Wilfried in Feldbach angekündigt. Ich hatte Wilfried ohnehin noch nie live erlebt und obwohl ich mir 4xang schon lange ansehen/-hören wollte, kam es noch nicht dazu.

Wexx ist eine lokale steirische Band mit (zumindest bei diesem Konzert) vorwiegend eigenen Nummern, die sich mit Wilfried für eine kleine Steiermark-Tournee zusammen getan haben. Sie bestritten den ersten Teil des Konzerts mit ihrer deutschsprachen bzw. steirischen Pop-Musik, die überraschend abwechslungsreich war.

Zum zweiten Teil des Konzerts kam dann Wilfried und ein Teil von Wexx bildete die Begleitband für ihn, unterstützt durch Heinz Jiras an den Tasten. Wilfried geht ja mittlerweile auf den 60er zu (Jahrgang 1950 und Volksschulkollege von Jörg Haider) ist aber nach wie vor eine richtige Rampensau. Im Saal (nagelneues Veranstaltungszentrum in Feldbach) befinden sich ca. (enttäuschende) 80 Personen, aber der Mann, der auch schon vor mehreren Hundert Millionen Fernsehzuschauern aufgetreten ist (1988 beim Eurovisions-Songcontest), hat sein Publikum von der ersten Sekunde an fest im Griff.

Im Publikum befindet sich auch Thomas Spitzer von der EAV und wird von Wilfried (der ja in den Anfängen auch mal Mitglied der EAV war) in die erste Reihe geholt und als Co-Autor von “Highdelbeeren” geoutet. Nachträglich stelle ich noch fest, dass 3 Tage zuvor, ebenfalls in Feldbach, ein EAV-Fanclub stattgefunden hat (inklusive Unplugged-Konzert).

Das Programm ist ein Best-Of, beginnt mit “Orange” und endet mit “Ikarus”. Bei “Lauf, Hase, lauf” kommt mir wieder mal Georg Danzer in den Sinn, der Co-Autor dieses Liedes ist (und mit Wilfried mal das Duett “Schau Schazi” aufgenommen hat). Gefehlt haben mir lediglich “Mary, oh Mary” und meine Jugenderinnerung “Woodpeckers Music”. Resüme: Ein tolles Konzert, das vor allem von der starken Präsenz seines Protagonisten lebt, aber auch von der wirklich tollen Leistung des Wexx-Gitarristen Heli Eibisberger und das sich wirklich mehr Publikum verdient gehabt hätte.