So ein Wirtschaftsredakteur hat es auch nicht immer leicht. Eine oft sehr trockene Materie und die meist geforderte strenge Sachlichkeit können ganz schön anstrengen. Und plötzlich – wie aus heiterem Himmel – sitzt der Schalk im Nacken und schon ist sie da:

die vermeintlich unwiderstehliche und überaus originelle Schlagzeile. Und der Redakteur fühlt sich vielleicht schon reif für den Pulitzerpreis. Zumindest für einige Augenblicke. Einige Beispiele gefällig?

  • In Siegendorf versiegt Geld (STANDARD, 15./16.12.2007)
  • Bei Wolford wird wieder rund gestrickt (STANDARD, 15./16.12.2007)
  • Der GAK steht finanziell jetzt völlig im Abseits (Wirtschaftsblat, 11.10.2007)
  • Voestalpine schmilzt Böhler-Dividende ein (KURIER, 21.09.2007)
  • Meinl im Graben (KURIER, 12.09.2007)
  • Vossen nach Sanierung wieder auf Kuschelkurs (KURIER, 11.07.2007)

Wenn allerdings zwei Drittel der Redakteure auf die (nahezu) gleiche Idee kommen, weil es einfach so nahe liegt, dann ist sie wohl dahin, die Originalität…