Schwarze Liste: UniCredit vormals BankAustria
Erfahrung über 3 Jahrzehnte haben mir gezeigt: jede Bankverbindung ist in erster Linie so gut, wie die Leute mit denen man dort zu tun hat.
Als die UniCredit noch “Zentralsparkasse der Gemeinde Wien” hieß, war sie – eine recht gute Bank, interessanterweise nicht nur für den “kleinen Mann” sondern auch für Unternehmer. Flexibel in der Abwicklung, nahe am Kunden und mit Entscheidungspouvoir auch in der Filiale.
Die Linie, die von der UniCredit allerdings jetzt verfolgt wird, und das auch – zumindest firmenintern – ganz offiziell ist die folgende:
- man setzt auf Masse
- deswegen werden alle Produkte standardisiert und
- alles was nicht zum Standard passt so teuer gemacht, dass der Kunde entweder so groß ist, dass es ihm egal ist, oder der Kunden mit diesen Kosten abgeschreckt wird
Das ganze gepaart mit Entscheidungswegen, die zwar möglicherweise für die Bank risikominimierend sind, aber sich vom Kunden und dessen Bedürfnissen immer weiter entfernen. Überspitzt formuliert: das Risiko kann am besten minimiert werden, wenn man keine Kredite vergibt.
Dazu kommen Ansprechpartner, die in immer kürzeren Abständen wechseln und bei denen man sich nicht sicher ist, was höher ist: die Inkompetenz oder die Demotivation. Im privaten Gespräch habe ich von Angestellten gehört, dass sie sich heute niemals in ihre eigenen Firma bewerben würden. Das alleine sagt ja schon einiges aus.
Und dann noch praktisch null Entscheidungskompetenz mehr vor Ort in der Filiale. Zumindest sobald man aus dem Standardraster rausfällt.
Also für mich ist die Bank mittlerweile uninteressant geworden und hat mir den Abschied leicht gemacht.

